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Mikrobiom

Vorbemerkung

Wer die Welt in Zusammenhängen versteht, erkennt, dass sie letzten Endes ein Panoptikum von Entsprechungen darstellt. Das Große spiegelt sich im Kleinen; das Innere spiegelt das Äußere, und das Oben spiegelt sich im Unten. Das gilt auch in umgekehrte Weise. Das bedeutet, dass der Mikrokosmos im Darm den Makrokosmos des Menschen und vice versa spiegelt. Angesichts der Tatsache, dass sich im Menschen mehr Mikroben tummeln, als der Mensch Zellen besitzt (Faktor 10 zu 1) stellt sich die Frage, wer Koch und wer Kellner ist. Kontrolliert der Mensch seine Darmbewohner oder ist es umgekehrt?

Leider sagt die Größenordnung nichts über seine Valenz aus. In einem Orchester können 10 Violinen auch keine fehlende Bratsche ersetzen. Wer eine Symphonie hören will, muss ein Orchester so anordnen, dass sich jeder an seinem Platz mit seinem Instrument befindet. Denn nur dann kann jeder SEINEN Beitrag zum Gelingen beitragen. Das bedeutet im Klartext, dass es dem Mikrobiom nur dann gut geht, wenn es dem Makrobiom gut geht. Beides sind zwei Seiten derselben Medaille. Die Verfassung des Mikrobioms sagt etwas über die Verfassung des Makrobioms aus und umgekehrt. In vernetzten Systemen kann nichts losgelöst von seinen Teilen verstanden werden. Um das Gesamtsystem zu verstehen ist es hilfreich, seine Aufgaben zu verstehen. Welche Aufgaben werden vom Mikrobiom wahrgenommen?

Verdauung

Die Darmbakterien produzieren aus unverdaulichen Ballaststoffen, die mit der Nahrung aufgenommen werden, kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat, Acetat und Propionat. Diese decken einen Großteil des Energiebedarfs der Dickdarmschleimhaut ab. Außerdem fördern die kurzkettigen Fettsäuren die Darmmuskulatur und spielen eine wichtige Rolle für die Beweglichkeit des Darms (Darmmotilität).

Syntheseleistungen

Die Darmflora produziert Biotin, Folsäure sowie die Vitamine B2, B12 und K.
Einige Darmbakterien können auch giftige Substanzen neutralisieren, so zum Beispiel Nitrosamine und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, von denen viele als krebserregend gelten.
Manche Medikamente (Prodrug) werden erst im Zuge der Umwandlung durch die Darmflora in ihre aktive (wirksame) Form überführt.

Immunsystem

Die Darmschleimhaut hat eine Oberfläche von 300 bis 500 Quadratmetern und stellt damit die größte Grenzfläche des Körpers dar. Die Darmbakterien verhindern, dass sich krankmachende Keime ausbreiten und Darminfektionen auslösen können. Außerdem trainieren die Darmbakterien über spezielle Signalstrukturen den im Darm lokalisierten Teil des Immunsystems (darmassoziiertes Immunsystem).

Bauchhirn

Egal ob wir Schmetterlinge im Bauch haben oder uns etwas auf dem Magen schlägt: Jeder von uns kennt Situationen, in denen das Bauchgefühl, oder besser gesagt unser Bauchgehirn, bestimmt wie wir uns entscheiden (Bauchentscheidung). Seit einigen Jahren wird die Verbindung zwischen unserem Gehirn und unserem Magen-Darm-Trakt – die sogenannte Darm-Hirn-Achse – intensiv untersucht. Dabei wird immer deutlicher, welchen Einfluss unser Verdauungssystem auf unser Denken, Fühlen und Handeln hat. Denn der Magen-Darm-Trakt und unser Gehirn kommunizierten miteinander, und das sehr intensiv und vor allem wechselseitig! Das heißt, der Darm erhält nicht nur Anweisungen aus dem Gehirn, sondern sendet auch selbst Signale dorthin. Daher wird der Darm treffenderweise auch als unser zweites Gehirn bezeichnet.

Die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn ist dabei sehr komplex und läuft über verschiedene Wege ab. Zum einen ist unser Verdauungstrakt von etwa 100 Millionen Nervenzellen durchzogen, die das sogenannte enterische Nervensystem bilden. Diese Nervenzellen schicken über den sogenannten Vagus-Nerv, eine Art Nerven-Hauptbahn, Signale zwischen Gehirn und Darm hin und her. Erstaunlicherweise gehen dabei 90% der Kommunikation vom Darm aus und nur 10% der Signale von unserem Gehirn.

Darüber hinaus werden in unserem Darm 90% des „Glückshormons“ Serotonin produziert. Auch sitzen im Darm spezielle Zellen, die Immunbotenstoffe (sogenannte Zytokine) bilden, auf die auch unser Gehirn reagiert.

Ein neuer Aspekt der Darm-Hirn-Achse stellt die Kommunikation der Darmflora mit unserem Körper dar. Die natürlich in unserem Darm vorkommenden Bakterien stehen in einem intensiven Austausch mit unserer Darmschleimhaut. Dabei bilden die Darmbakterien eine Vielzahl verschiedener Stoffe, die von unserem Körper erkannt werden und auf diese Weise ebenfalls über die Darm-Hirn-Achse Informationen an unser Gehirn senden. So haben die Darmbakterien einen Einfluss auf unser Gedächtnis und unsere Emotionen und modulieren beispielsweise unser Stressempfinden. Das Bauchhirn stellt das Zentrum der intuitiven Kommunikation da.

Störung der Darmflora

Das Mikrobiom ist ein empfindsames System. Die größte negative Beeinträchtigung geht von denaturierten Nahrungsmitteln aus. Deren Vorläufer waren einmal Lebensmittel, aber im Zuge der industriellen Fertigung wurde das Leben aus diesen Mittel sukzessive herausgedrängt. Es gibt kaum noch unveränderte Lebensmittel, die ohne Zusatzstoffe auskommen, deren Hauptaufgaben darin besteht, die Illusion von Leben aufrecht zu erhalten. Energetisch sind die meisten Nahrungsmittel tot. Die Tötung von Leben ist auch der Kern der zweiten Gruppe von Stoffen, die das Mikrobiom empfindlich stören: Die Antibiotika unterscheiden nämlich nicht zwischen förderlichem und unförderlichem Leben in einem Makroorganismus. Wird die Darmflora durch Antibiotika zerstört muss viel Energie und Zeit aufgewendet werden, um diese wiederherzustellen. Nicht selten entstehen Monokulturen von Darmbakterien, da das gesamte Spektrum nur schwer wiederaufzubauen ist.

Wiederherstellung der Darmflora

Der klassische Weg läuft über die Neubesiedelung mit Darmkeimen, wie diese mit der Substitution mittel Probiotika stattfindet. Die gibt es zum einen in speziellen Joghurts und in pharmazeutischen Präparaten, wie Perenterol oder Omniflora. Diese enthalten Stämme von Saccharomyces boulardii, Lactobacillus gasseri und Bifidobacterium longum.

Mit diesen drei Vertretern kann zwar ein Anfang gemacht, aber keine Wiederherstellung organisiert werden. Als Alternative oder Ergänzung bietet sich unser alchemistisches Mittel an: Mikrobiom-Komplex.

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